Die Kunst der halben Wahrheit – Haufler, Krah und das Ende des Solidarstaats

Das eigentliche Ziel dieser Bewegung lässt sich in einem Satz formulieren: die Zerstörung des solidarischen Sozialstaats durch zwei gleichzeitig laufende Operationen. Libertäre Delegitimierung von unten – durch »Ungerechtigkeits«-Framing mit echten Zahlen. Und natalistische Mobilisierung von rechts – durch inszenierten Generationenkonflikt. Am Ende steht eine Gesellschaft, in der jeder individuell vorsorgt, kollektive Absicherung als Schwäche gilt – und das Kapital ungehindert akkumuliert. Haufler liefert die Zahlen. Krah liefert die Schlussfolgerung. BlackRock wartet auf das Ergebnis.

Das Ende der Umweltschutzbewegung

Die herrschenden Klassen fühlten sich auf demselben Planeten gefangen wie die wachsenden Massen der Menschen. Sie hatten Angst, von diesen überwältigt zu werden, selbst wenn sie die Hebel der Macht noch fest in der Hand hielten. Die Umweltschutzbewegung hatte somit eine doppelte Funktion: Zum einen sollte sie die Industrialisierung der Dritten Welt durch unzählige diplomatische Manöver, internationale Verträge und einen Rahmen globaler Governance verlangsamen; zum anderen zielte sie auch auf den Westen selbst ab, dessen Bevölkerung sie politisch auslaugen sollte.