Der doppelte Raub – Teil IV: Der dritte Räuber
Das Rentenproblem ist kein demografisches Problem, das durch geschickte Mechanik gelöst werden kann. Es ist ein Verteilungsproblem – und Verteilungsprobleme haben Gewinner und Verlierer.
Das Rentenproblem ist kein demografisches Problem, das durch geschickte Mechanik gelöst werden kann. Es ist ein Verteilungsproblem – und Verteilungsprobleme haben Gewinner und Verlierer.
Die Verankerung des Prinzips der herbeigeführten Sterbehilfe im allgemeinen Recht schafft den notwendigen technischen und moralischen Rahmen für eine Industrialisierung dieses Prozesses und verwandelt die Sterbebegleitung in eine Variable zur Regulierung von Haushalt, Wirtschaft und Demografie.
Das eigentliche Ziel dieser Bewegung lässt sich in einem Satz formulieren: die Zerstörung des solidarischen Sozialstaats durch zwei gleichzeitig laufende Operationen. Libertäre Delegitimierung von unten – durch »Ungerechtigkeits«-Framing mit echten Zahlen. Und natalistische Mobilisierung von rechts – durch inszenierten Generationenkonflikt. Am Ende steht eine Gesellschaft, in der jeder individuell vorsorgt, kollektive Absicherung als Schwäche gilt – und das Kapital ungehindert akkumuliert. Haufler liefert die Zahlen. Krah liefert die Schlussfolgerung. BlackRock wartet auf das Ergebnis.
Seit Jahren wird ein Feindbild kultiviert: der gierige »Boomer«. Die Generation, die alles hatte, nichts übrig ließ und jetzt auf Kosten der Jungen ihre Renten kassiert. »OK Boomer« als Totschlagargument. Wohnungsnot, stagnierende Reallöhne, kein Vermögensaufbau – und an allem sind die Alten schuld.
Rede von Lars Hirsekorn (Betriebsrat), gegen die Angriffe auf die Arbeitsrechte. Gehalten am 03. März 2026 auf der Betriebsversammlung in Braunschweig