Was eine Freie Linke ausmacht

Reform oder Revolution: ein Jahrhundert lang schien dies die ganze Wahl zu sein, vor die sich eine Linke gestellt sah. Beide Wege haben sich, in ihrer überlieferten Gestalt, erschöpft; die Zähmung des Kapitalismus ist der reformerischen Linken nicht geglückt, und der Versuch, den Staat mit Hilfe einer Kaderpartei zu erobern, hat, wie sich zeigen wird, in Erstarrung und Terror geendet. Der Beitrag geht dieser Erschöpfung entlang der Geschichte der egalitären Strömung nach – vom Scheitern des Sowjetsystems über den vergessenen Schatz der deutschen Linkssozialisten bis zu Erik Olin Wrights Realen Utopien – und schlägt einen dritten Weg vor: nicht gegen das System anzurennen, sondern in seinen Rissen zu bauen. Im Mittelpunkt steht die Frage, die eine Linke überhaupt erst zu einer Linken macht: Wem gehört was, und nach welchen Regeln? Konkret wird das bei lokalen und regionalen Verbünden, in Vereinen, Genossenschaften und Stiftungen, bei einer entstehenden Doppelmacht, die keines zweiten Staatsapparates bedarf, und bei einem Umbau von ganz unten, der am eigenen Körper beginnt.

Querfront-Zählung bis Zwei – Quergedachtes zur Querfront-Debatte der Kommunistischen Organisation

Bei der Kommunistischen Organisation (KO) begann im November 2025 eine Klärungsdebatte zum Thema »Querfront«. Wird dabei eine Querfront übersehen? Eine vielleicht, die Stellung bezieht zur Verteidigung der Ukraine und Israels vor russischen, palästinensischen, persischen Horden; für Verschuldungs-, für Landaneignungs- und Handelsstrategien zur Rettung des Klimas; für einen undogmatisch-wehrhaften Umgang mit Arzneimittelwerbeverboten, Grundrechten, Gewaltenteilung und Völkerrecht?

Vom Ursprung des Zionismus und weiterer Menschenfeindlichkeiten

Mehrere Regenauers Artikel scheinen eine Botschaft zu transportieren, nach der diese Umwälzungsprozesse durch einen Zirkel von Leuten angetrieben werden, die irgendwie vom »Sozialismus« inspiriert sind und die Errichtung eines »Sozialismus« anstreben. Da solche Ansichten eine gewisse Verbreitung haben und unserer Meinung nach ungünstig auf die Fähigkeiten von Menschen wirken, sich vor den Gefahren extremerer Verarmung, Unterdrückung und weiterer Kriege zu schützen, möchten wir näher auf sie eingehen.

Der »Sündenfall« Corona und die Folgen: Wie die Linke zum Mainstream-Problemfall wurde

Mit dem Abschied der Linken von jeder grundsätzlichen Kritik an den kapitalistischen Produktions- und Klassenverhältnissen – der, wie Lange und Pickett-Depaolis schreiben, »konkreten Form der spezifischen kapitalistischen Herrschaft«– hat ausgerechnet in und mit Corona eine sich ins politische Sinnvakuum hinein manövrierende Linke den Rettungsanker für ihre Malaise erblickt. Folglich sprang sie auf die Corona-Hysterie nicht nur auf, sondern verstärkte sie sogar noch durch ihre Rufe nach einer »Zero-Covid-Strategie«.

Über die Spaltung des Widerstands, die Existenz von Viren, die »COVID‐​Reaktion« und die Verbreitung nicht tödlicher Bedrohungen

Wenn Pandemien, bei denen sich »Viren« verbreiten – ob tödlich oder harmlos – unmöglich sind (wie wir und viele andere glauben), dann können wir das Phänomen als Fälschung bezeichnen und es von der Liste der Notfälle streichen, die von offiziellen und privaten Stellen zu ihrem Vorteil und zu unserem Nachteil vorgetäuscht werden können.