Der doppelte Raub – Teil IV: Der dritte Räuber
Das Rentenproblem ist kein demografisches Problem, das durch geschickte Mechanik gelöst werden kann. Es ist ein Verteilungsproblem – und Verteilungsprobleme haben Gewinner und Verlierer.
Das Rentenproblem ist kein demografisches Problem, das durch geschickte Mechanik gelöst werden kann. Es ist ein Verteilungsproblem – und Verteilungsprobleme haben Gewinner und Verlierer.
Das eigentliche Ziel dieser Bewegung lässt sich in einem Satz formulieren: die Zerstörung des solidarischen Sozialstaats durch zwei gleichzeitig laufende Operationen. Libertäre Delegitimierung von unten – durch »Ungerechtigkeits«-Framing mit echten Zahlen. Und natalistische Mobilisierung von rechts – durch inszenierten Generationenkonflikt. Am Ende steht eine Gesellschaft, in der jeder individuell vorsorgt, kollektive Absicherung als Schwäche gilt – und das Kapital ungehindert akkumuliert. Haufler liefert die Zahlen. Krah liefert die Schlussfolgerung. BlackRock wartet auf das Ergebnis.
Seit Jahren wird ein Feindbild kultiviert: der gierige »Boomer«. Die Generation, die alles hatte, nichts übrig ließ und jetzt auf Kosten der Jungen ihre Renten kassiert. »OK Boomer« als Totschlagargument. Wohnungsnot, stagnierende Reallöhne, kein Vermögensaufbau – und an allem sind die Alten schuld.