Wie wohlhabende Industrielle die »Keimtheorie« nutzten, um die Medizin aus Profitgründen umzugestalten
In der zehnten Folge von »AntiViral« wird der Aufstieg der Keimtheorie als Erklärung für Krankheiten trotz fehlender wissenschaftlicher Belege und trotz zahlreicher einflussreicher Gegenstimmen untersucht. Bevor sie sich allgemein durchsetzte, war die vorherrschende Erklärung für Krankheiten die Miasmatheorie. Diese besagte, dass Krankheiten durch giftige, übelriechende Dämpfe verursacht würden – sogenannte »schlechte Luft« oder schädliche Ausdünstungen, die von verrottendem Müll, Abwasser und anderen Formen von Unrat stammten.
Diese Erklärung war für diejenigen, die eine rasche Industrialisierung der Welt anstrebten, nicht besonders günstig. Gerade jene Industriezweige, die das Wirtschaftswachstum vorantrieben – darunter der Kohlebergbau, die Metallverhüttung und die Ölförderung –, belasteten gleichzeitig die Umwelt mit enormen Mengen an Schadstoffen. Vor diesem Hintergrund erwies sich eine neue Erklärung für Krankheiten, die den Fokus von der Umweltverschmutzung auf unsichtbare mikrobielle Eindringlinge lenkte, als äußerst nützlich.
Mehrere einflussreiche Persönlichkeiten spielten eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des medizinischen Systems, welches letztendlich die Keimtheorie der Krankheiten im Westen übernehmen sollte:
- Andrew Carnegie, der Industrielle, der den Aufbau der amerikanischen Stahlindustrie mitgestaltete.
- John D. Rockefeller, der Ölmagnat, dessen Vermögen aus der Erdölindustrie stammte.
- Abraham Flexner, der von Carnegie und Rockefeller beauftragt wurde, die amerikanische medizinische Ausbildung zu bewerten und umzustrukturieren – was später als der Flexner-Bericht bekannt wurde. Sein Bruder, Simon Flexner, war Direktor des Rockefeller-Instituts.
Durch ihren gemeinsamen Einfluss wurde ein neues medizinisches Modell gefördert, das pharmazeutische Behandlungen in den Vordergrund stellte und konkurrierende Denkschulen verdrängte. Im Visier standen die »Schlangenölverkäufer« wie Clark Stanley, die Mixturen aus Mineralöl, Rinderfett, Terpentin, Kampfer und rotem Pfeffer unter dem falschen Vorwand verkauften, diese enthielten Klapperschlangenöl. Osteopathen, Homöopathen, Chiropraktiker und andere ganzheitlich orientierte Heilpraktiker wurden zunehmend an den Rand gedrängt, während die Schulmedizin und die Mentalität »eine Pille für jedes Leiden« an Bedeutung gewannen. Heilpraktiker der Alternativmedizin wurden zunehmend als »Schlangenölverkäufer« abgetan.
Ironischerweise vertraute John D. Rockefeller in den letzten 50 Jahren seines Lebens bei seiner eigenen Gesundheitsversorgung ausschließlich auf die Homöopathie. Er war zudem der Sohn eines umherziehenden Quacksalbers, der sich als taubstummer Hausierer ausgab und Wundermittel sowie pflanzliche Heilmittel anpries. Kritiker haben argumentiert, dass Rockefeller letztendlich dieselbe Strategie in viel größerem Maßstab perfektionierte: die öffentliche Aufmerksamkeit von der Umweltverschmutzung abzulenken, die durch die industrielle Expansion verursacht wurde, während er pharmazeutische »Heilmittel« förderte, die aus petrochemischen Nebenprodukten gewonnen wurden. Durch die Bündelung seines Einflusses in der Öl-, Chemie- und Medizinindustrie wurde Rockefeller zu einer der mächtigsten Persönlichkeiten, die die moderne Medizin prägten – und wohl zum größten Quacksalber, den die Welt je gesehen hat.
Eine ausführlichere Analyse finden Sie im Artikel »The Standard Oil Tycoon«.
Der zehnte Teil von Mike Stones Serie »Antiviral« erschien in dessen Substack https://viroliegynewsletter.substack.com/
Bild: John D. Rockefeller (von Edmondson, George Mountain, 1866-1948 - File URL IIIF Catalog record, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=117204107)

»Keimtheorie als Erklärung für Krankheiten trotz fehlender wissenschaftlicher Belege und trotz zahlreicher einflussreicher Gegenstimmen …«
Also das halte ich jetzt für wirklich einen völligen Fehlschuss. Und kontraproduktiv bei der Überzeugungsarbeit gegenüber normalen Zeitgenossen auch noch. (Da klingeln bei mir alle Alarmglocken: kommt das aus den Zersetzungstruppen der Geheimdienste?)
Aus der makroskopischen Natur sind Parasiten bekannt. Dass Bakterien eine Art »Parasiten« auf mikroskopischer Ebene sind, ist also keineswegs abwegig. Die lebendige Natur besetzt unbestritten alle Größendimensionen von makroskopischen Walen (oder Mammutbäumen, oder Pilzen mit kilometerweiten Mycels, oder Ameisensuperkolonien, …) bis zu mikroskopischen Einzellern.
Die andere Sache ist, dass Bakterien einen Sinn im zyklischen Wesen der Natur spielen, wo Aufbau und Abbau gleichberechtigt eine Rolle spielen müssen. Bei Viren (Exosome?) ist dieser Sinn nicht so recht zu erkennen, und was Viren sind und was Viren im Gesamtkontext des Lebens für eine Rolle spielen ist - im Gegensatz zu den marktschreierischen Behauptungen aus der Virologie - noch völlig im Unklaren. (Eine andere Sache sind Bakterieophage, die auch wieder einen Sinn im Gewebe der Natur haben.)
Tatsache bleibt und ist: Bakterien (oder auch Viren) führen nur zur Entgleisung der Krankheit oder gar des Todes, wenn sie auf geschwächte Immunsysteme treffen. Denn wir sind ständig umgeben und völlig durchdrungen von solchen Wesen. Und sind deshalb noch lange nicht krank.
Die Aussage des Artikels, dass reich gewordene Quacksalber mit dem Aufbau der Pharmaindustrie »aus Scheiße noch wertvolleres als Gold machen« (»scientific treated pertroleum« in Form von Krebsmedikamente werden pro Gramm um das zehntausendfache mehr als ein Gramm Gold gehandelt) ist mE dennoch korrekt.
Aber ich frage mich, zu was solche Aussagen (»keine wissenschaftlichen Belege für Bakterien«, »Viren gibt es nicht«, …) gemacht werden - außer man will damit die Gesprächsfäden von kritischen Menschen zu der Mehrheit brutal abschneiden. Geheimdienst-Arbeit!